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Freizeitwohnsitzabgabe

Wichtige Information für Besitzer von Freizeitwohnsitzen

Seit 01.01.1994 dürfen Wohnsitze (Wohnhäuser, Wohnungen usw.) nur mehr als Freizeitwohnsitz genutzt werden, wenn diese nachträglich nach § 17 als Freizeitwohnsitze angemeldet worden sind und für diese eine Feststellung über die Zulässigkeit der Verwendung des betreffenden Wohnsitzes als Freizeitwohnsitz vorliegt.

Sollten Wohnsitze – dessen Zulässigkeit nicht festgestellt wurde - nach diesem Termin als Freizeitwohnsitze genutzt worden sein bzw. werden, geschieht dies gegen die Bestimmungen des Tiroler Raumordnungsgesetzes, also nicht legal. Dies trifft sowohl neu errichtete, erworbene als auch gemietete Objekte. Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen ist es der Baubehörde im Zuge des Bauverfahrens nicht möglich festzustellen, ob es sich um einen künftigen Freizeitwohnsitz handelt oder nicht. Klarheit darüber entsteht erst nach der Errichtung und der darauffolgenden Nutzung des Wohnsitzes. So kann es sein, dass Wohnobjekte nach dem 01.01.1994 errichtet oder umgebaut worden sind und in weiterer Folge als Freizeitwohnsitz genutzt werden.

Wir machen auf diese Bestimmungen aufmerksam, weil ab dem 01.01.2020 für Freizeitwohnsitze Abgaben eingehoben werden.

a) bis 30 m2 Nutzfläche                                           EUR       240,00

b) von mehr als 30 m² bis 60 m² Nutzfläche           EUR       480,00

c) von mehr als 60 m² bis 90 m² Nutzfläche           EUR       700,00

d) von mehr als 90 m² bis 150 m² Nutzfläche         EUR    1.000,00

e) von mehr als 150 m² bis 200 m² Nutzfläche       EUR    1.400,00

f) von mehr als 200 m² bis 250 m² Nutzfläche        EUR    1.800,00

g) von mehr als 250 m² Nutzfläche                          EUR    2.200,00

 

Dabei handelt es sich um eine Selbstbemessungsabgabe. Die Abgabe ist bis 30.04.2020 zu entrichten. Der Abgabenanspruch entsteht jeweils am Beginn des Kalenderjahres.

Diese Verpflichtung trifft den Grundstückseigentümer oder den Inhaber des Freizweitwohnsitzes im Fall der unbefristeten oder mehr als einjährigen Überlassung.

Auf die Bestimmungen des Freizeitwohnsitzes wurde eingangs aufmerksam gemacht, weil die Verpflichtung zur Entrichtung der Abgabe keinen Unterschied macht, ob der Wohnsitz legal oder illegal genutzt wird.

Die Behörde wird deshalb, sollte der Verdacht auf Nutzung als Freizeitwohnsitz bestehen, bei nicht im Freizeitwohnsitz verzeichneten Wohnsitzen, ein Verfahren zur Feststellung einleiten.

Sollte sich eine Nutzung als Freizeitwohnsitz ergeben, wird dieser für eine weiteres Verfahren an die Bezirkshauptmannschaft weitergeleitet und die Abgabe einhoben.

Was ist zu tun ?                 

Bei gemeldeten und zulässigen Freizeitwohnsitzen die Abgabe bis zum 30.04.2020 entrichten. Sollte dies nicht der Fall sein und sie nutzen ihr Objekt nach dieser Definition:

 „Freizeitwohnsitze sind Gebäude, Wohnungen oder sonstige Teile von Gebäuden, die nicht der Befriedigung eines ganzjährigen, mit dem Mittelpunkt der Lebensbeziehungen verbundenen Wohnbedürfnisses dienen, sondern zum Aufenthalt während des Urlaubs, der Ferien, des Wochenendes oder sonst nur zeitweilig zu Erholungszwecken verwendet werden.“

Dann sind sie angehalten eine Abklärung vorzunehmen, denn diese Art von Wohnsitz ist in Tirol seit 01.01.1994 nicht mehr gestattet.

Für Informationen steht Ihnen unser Amtsleiter, Herr Herbert Fuchs gerne zur Verfügung !